Karlsbad

Ein mehrtägiger Aufenthalt in Duchcov lässt sich gut mit dem Besuch von bedeutenden Städten Europas verbinden, zu denen z.B. Prag, Karlsbad oder Dresden gehören.

Karlsbad (100 km von Duchcov entfernt, 1 Stunde 45 Minuten) gehört zu den attraktivsten und meist besuchten Städten der Tschechischen Republik und ist als Kurort weltberühmt. Die Stadt wurde während der Regierung Karl IV. gegründet. Die Legende sagt, dass er sogar selbst bei der Hirschjagd die Karlsbader Quellen entdeckt habe. Von ungefähr 60 Karlsbader Quellen werden insgesamt 12 genutzt. Die größte Entwicklung des Kurorts vollzog sich im 18. Jahrhundert, nachdem die ersten Gasthäuser und die Promenade entstanden waren. Aus dem kleinen Städtchen rund um die Quelle wurde ein weltberühmter Kurort. In der Umgebung begann man mit der Kaolinförderung und Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden die ersten Porzellanwerke. Im Jahre 1857 gründete der Glasgraveur Leo Moser ein Glaswerk, in dem auch heute noch das Glas der weltberühmten Marke Moser hergestellt wird. Ein bekannter Begriff ist unter den Feinschmeckern der Kräuterlikör Becher geworden (die so genannte „dreizehnte Karlsbader Quelle“), der seit dem Jahre 1807 produziert wird. Zur Karlsbader Tradition gehören auch die Herstellung der Karlsbader Oblaten und Produkte aus dem Quellwasser. Unter die Besucher von Karlsbad zählten in der Vergangenheit die Familienmitglieder der kaiserlichen Familie, der russische Zar, der preußische, schwedische und polnische König sowie der persische Schah. Zahlreiche Denkmäler und Gedenktafeln erinnern uns an Besuche der berühmten Künstlerpersönlichkeiten wie Ludwig van Beethoven, Antonín Dvořák, Johann Wolfgang Goethe, Adam Mickiewicz, Friedrich Schiller oder Bedřich Smetana. Außer der Kur bietet Karlsbad auch ein reichhaltiges Kulturangebot. Hervorzuheben sind das Karlsbader Symphonische Orchester, das Vítězslav Nezval Theater, Museen, Galerien, das Internationale Filmfestival in Karlsbad, das Tourfilm Festival, die Dvořák Musikwettbewerbe und das Dvořák Musikfestival.