Theresienstadt

Die Touristen sollten sich den Besuch von Theresienstadt sicher nicht entgehen lassen. Diese Stadt hält immer noch eine lebendige Erinnerung an das tragische Kapitel der europäischen Geschichte wach. Die ursprüngliche militärische Festung aus dem Ende des 18. Jahrhunderts wurde während des Zweiten Weltkriegs im Jahre 1940 als Staatsgefängnis, ein Jahr später dann als Judenghetto und Konzentrationslager benutzt.

Theresienstadt wurde zum größten Konzentrationslager auf tschechischem Gebiet. Transporte mit Tausenden Juden aus den Protektoratsländern, aus Deutschland, Österreich, aus den Niederlanden, Dänemark und am Ende des Krieges auch aus der Slowakei und Ungarn wurden hierher gebracht.

Theresienstadt fungierte als Übergangslager in das Lager Auschwitz-Birkenau, dem schrecklichsten aller Konzentrationslager. In knapp vier Jahren haben mehr als 140 000 Häftlinge – Männer, Frauen, Kinder – die Festung durchlaufen.

35 000 Häftlinge sind wegen Stress, Hunger und menschenunwürdigen Unterkunfts- und Hygienebedingungen gestorben. Nur 3800 Häftlinge konnten am Ende des Krieges die Festung lebend verlassen.